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2001: Theaterstück - Angeklagt

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Theaterstück zum JubiäumBericht über unseren Theaterabend

am Samstag, den 5. Mai und Sonntag, den 6. Mai 2001

Historisches Theaterstück in der TSV - Turnhalle.

Den Auftakt zu unseren Jubiläumsfeierlichkeiten bildeten die Aufführungen eines historischen Theaterstückes.  Der Schwank in drei Akten spielt in den Jahren 1701 - 1706, also in der Zeit, in welcher Waldenser die damalige Gemeinde La Balme (Die Zuflucht), das heutige Palmbach, gründeten.

Planung und Durchführung dieser Veranstaltungen hatte der TSV Palmbach übernommen. Aufgeführt wird das Stück mit dem Titel " Angeklagt " in der Turnhalle des TSV Palmbach, Waldbronnerstr. 12

 

 

Man schreibt das Jahr 1701.

Die ersten glaubensvertriebenen Waldenser kommen nach Württemberg. Auf einem Waldweg nahe bei Heimsheim werden die Waldenserburschen Jaques (Rene Jourdan) Jean (Jerome Gondorf) und Pierre (Marius Ohl) vom Maulbronner Obervogt Gerber (Harald Jourdan) erwartet.

Müde, hungrig und durstig berichten sie von ihrer Flucht und den unzähligen Anstrengungen die sie Alle hinter sich haben. Der zufällig vorbeikommende Bauer Auerhahn (Klaus Tron) ist von den Neuankömmlingen auch wegen deren fremden Sprache sehr irritiert. Auch er findet es letztlich als gut und lobenswert, dass den Waldensern Land für eine neue Heimat überlassen wird.

Dem in Maulbronn ansässigen Arzt Dr. Schnäpperle (Andreas Sutter) sind die Gewohnheiten und Bräuche der Waldenser, insbesondere die Aktivitäten des Waldenserpfarrers und gleichzeitigen Oberst Henri Arnaud (Udo Raviol) nicht geheuer. Der Anbau von Tabak und einer gewissen Kartoffelpflanze bereitet dem Arzt größte Sorgen.

Um gegen den Pfarrer vorzugehen, hat er aus dessen Garten einige dieser unbekannten Kartoffelfrüchte entwendet, um sie für eine Anklage gegen Ihn zu verwenden.

Zum Beweis und zur Unterstützung seiner Anklageschrift, hat Dr. Schnäpperle einflussreiche Männer der Gegend zu einem Kartoffelessen eingeladen. Kaufmann Maier (Rudi Lange), die Herren Bürgermeister Schwarz (Albert Nagel), und Glöckner (Günther Neubauer) hören sich die vorgebrachten Anschuldigungen gegen Pfarrer Arnaud an. Die von seiner Ehefrau Irene Schnäpperle (Ariane Bruder) auf zahlreiche Arten zubereiteten kleinen grünen Kartöffelchen werden den Gästen von den Hausmädchen Marie (Alexandra Jourdan) und Katarina (Stephanie Albrecht) serviert.

Nachdem sich Alle vom ekelerregenden Gestank und Geschmack der angeblichen Köstlichkeit überzeugt haben, wird der Anklageschrift gegen den Pfarrer zugestimmt.

Pfarrer Arnaud liest seiner Ehefrau Madeleine (Thea Jourdan) die Ihm überreichte Anklageschrift vor. Gelassen sieht er, der in seiner Wohnung angeordneten Verhandlung entgegen.

Er bittet seine Frau für diesen Anlass Kartoffelgerichte auf verschiedene Arten zuzubereiten um sie den Anklägern zu präsentieren.

Der Tag der Verhandlung ist gekommen. In der Wohnung des Pfarrers haben sich die Kläger, an Ihrer Spitze der Maulbronner Arzt, der Vogt Greber von Maulbronn, der Syndicus Seignoret (Eugen Jourdan) sowie Familie Arnaud versammelt.

Nach nur kurzer Zeit der Verhandlung können die ersten Punkte der Anklage entkräftet werden. Zum Beweis seiner Unschuld im Hauptanklagepunkt - Vergiftung der Bevölkerung – lässt der Pfarrer von seinen Hausmädchen Elisabeth (Carolin Raviol) und Luise (Kerstin Meder) die zubereiteten Kartoffeln auftragen.

Köstlich, hervorragend, vorzüglich, die Herren sind von den verschiedenen Speisen restlos begeistert. Was bringt Sie so ins schwärmen? Tartufi – feinste Kartoffeln.

Nachdem Pfarrer Arnaud die Herrschaften über die richtige Kartoffelernte aufgeklärt hat, wird auch der letzte Punkt der Anklage fallengelassen.

Mit musikalisch und gesanglich vorgetragenen Versen der Bänkelsänger Beate Kauffeld –Meder, Michael Bruder und Roland Kucher wurde die Theateraufführung untermalt.

Verantwortlich für das schöne Bühnenbild war Marion Fleck, Regie führte Heiderose Berger, die Gesamtleitung lag in den Händen von Erika Kucher.

Der TSV Palmbach bedankt sich an dieser Stelle bei den Mitwirkenden, bei Tanja Jourdan für das Schmücken der Halle, sowie bei allen Helfern, die zum Gelingen dieser Aufführungen beigetragen haben.

Zur Waldenser-Ballade zum Theaterstück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

300 Jahre Waldenserort    Palmbach

 

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