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2001: Verbandsversammlung des SFV

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Versammlung des Stadtfeuerwehrverbandes am 16. März 2001 in Wettersbach:

Verbandsversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes Karlsruhe e.V.

Die Fanfarenzüge aus Daxlanden, Hagsfeld und Grünwinkel unter Leitung des neuen Kreisstabführers Uwe Härtle eröffneten die 27. Verbandsversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes Karlsruhe e.V. in der Turnhalle in Wettersbach. Anlässlich der 300-Jahr-Feier des Stadtteils Palmbach, war die Abteilung Wettersbach diesjähriger Ausrichter.

Verbandsvorsitzender Gerhard Kaltenmaier begrüßte neben den Delegierten der Freiwilligen Feuerwehren Karlsruhe, Werkfeuerwehren und der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, zahlreiche Ehrengäste.

In seinem Grußwort überbrachte Bürgermeister Eidenmüller den Dank des Oberbürgermeisters und des Gemeinderates für die Arbeit der Feuerwehr. Die Angehörigen der Feuerwehr Karlsruhe seien Stunde um Stunde und Tag für Tag bereit, sich mit großem Engagement zur Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung der Stadt einzusetzen. Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich und müsse von allen verantwortlich unterstützt werden. Die Feuerwehr könne sich auf die Unterstützung des Gemeinderates und der Verwaltung verlassen, dies habe sich nachhaltig in den Haushaltsberatungen bewiesen. Er bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung der Feuerwehr bei Großveranstaltungen, die ohne diese Unterstützung nicht durchzuführen seien. Durch die gemeinsame Leitstelle der Stadt und des Landkreises sei eine optimale Hilfsstruktion geschaffen worden. Nun bleibe noch die Aufgabe, die Barriere zum Rettungsdienst zu überwinden, um eine Integrierte Leitstelle einzurichten.

Ortsvorsteher Frank begrüßte die Gäste und gab einen geschichtlichen Überblick über das Entstehen der Dörfer Palmbach und Grünwettersbach. Er dankte der Freiwilligen Feuerwehr Wettersbach für ihre Leistung und Unterstützung des Gemeindelebens als aktiver Helfer hinter den Kulissen.

Verbandsvorsitzender Kaltenmaier nannte die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehr mit 680, der Werkfeuerwehren mit 430 und der Berufsfeuerwehr mit 203. Durch die Fusion der Raffinerien 0MW und Esso und die Auflösung der Werkfeuerwehren Pfaff und Deutsche Bahn AG seien in dieser Sparte 275 Mitglieder verloren gegangen. In der Altersmannschaft sind 178 Kameraden und die Jugendfeuerwehr umfasst 365 Mitglieder. Der Verband war regional und überregional vertreten und pflegte die Kameradschaft durch den Besuch von Veranstaltungen und Jubiläen. Der Deutsche Feuerwehrtag mit der Interschutzausstellung wurde mit 88 Kameraden besucht.

Stadtdirektor Wiechmann nannte in seinem Bericht 2 599 Feuerwehreinsätze, 7 Einsätze pro Tag. Davon waren 996 Brandalarme, 1290 Technische Hilfeleistungen und 313 Umwelteinsätze.
Die Einsatzzahlen haben sich nach den Unwettereinsätzen wieder auf das Jahresdurchschnittsniveau eingependelt. Die gemeinsame Leitstelle des Stadt- und Landkreises habe sich gut eingespielt und sei ein Gewinn für die Bewohner und die Feuerwehren in der Region, es werden 700 000 Einwohner betreut. Die Bestrebungen gingen auch weiterhin zu einer Integrierten Leitstelle. Erfreulich sei die Entwicklung der Jugendfeuerwehr, die 350 Mitglieder ausweise. Die Führung der Jugendfeuerwehr leiste gute Arbeit und die Zusammenarbeit mit der Branddirektion funktioniere ausgezeichnet. Die Jugendwarte seien die Schlüsselkräfte der Jugendfeuerwehr und verdienten deshalb Dank für ihre erfolgreiche Arbeit. Er dankte allen Kameraden und Kameradinnen aller Sparten für die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr.

Für die Werkfeuerwehren nannte Volker Lorenz eine Mitgliederzahl von 430, davon 23 hauptamtliche Kräfte. Die Einsatzzahlen lagen im Jahresdurchschnitt, jedoch mussten 3 Großbrände bekämpft werden. Das Hauptaugenmerk der Werkfeuerwehren lag in der Ausbildung und Information und im vorbeugenden Brandschutz.
Altersobmann Horst Sattler berichtete von 2 Treffen der Alterskameraden. Jeweils ca. 90 Kameraden haben an den Treffen teilgenommen. Ein besonderes Ereignis war der Besuch von ca. 250 Alterskameraden des Stadt- und Landkreises Heilbronn in Karlsruhe. Er dankte allen, welche die Arbeit in den Altersabteilungen unterstützten und mittragen.

Stadtjugendfeuerwehrwart Michael Zorn äußerte seine Zufriedenheit und seinen Stolz, dass in 16 Jugendabteilungen 298 Jungen und 79 Mädchen organisiert sind. Die Jugendfeuerwehr bewirbt sich um die Ausrichtung des Landesjugendfeuerwehrtages im Jahre 2004. Er dankte seinen Mitarbeitern in der Führung der Jugendfeuerwehr und dem Verband und der Branddirektion für die Unterstützung.

Kreisstabführer Roland Reinschmidt berichtete über die musiktreibenden Züge. In vier Fanfarenzügen spielen 75 Musiker. Hiervon sind 20 weibliche Musikerinnen, 45 Musiker aus den aktiven Abteilungen, 26 Musiker aus den Jugendfeuerwehren und 9 Musiker aus den Altersabteilungen. Insgesamt spielten die Züge bei 60 Auftritten. Er bedankte sich für die Unterstützung seiner Arbeit in seiner 10-jährigen Tätigkeit als Kreisstabführer.

Als Fachgebietslelter Kassenwesen berichtete Hans-Josef Essig über die finanzielle Lage des Verbandes. Er erwähnte die Anschaffung eines MTW für die Jugendfeuerwehr, die nur durch eine großzügige Spende eines Kreditinstitutes getätigt werden konnte. Die Kassenprüfer bescheinigten ihm eine gute Arbeit. Die Entlastung des Vorstandes und des Fachgebietsleiters erfolgte einstimmig. Bei den anstehenden Neuwahlen des Verbandsvorstandes wurden die bisherigen Amtsinhaber wieder für ihre Ämter vorgeschlagen und mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Dr. Frank Knödler gratulierte dem neugewählten Vorstand. Er berichtete aus der Verbandsarbeit, die sich sehr intensiv mit der Aufwandsentschädigung beschäftigte, um das Problem der Sozialversicherungspflicht zu korrigieren. Im Jahr des Ehrenamtes müssten die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt auch angemessen gestaltet sein. Die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer werden wieder in voller Höhe mit einem Aufstockungsbetrag der Landesregierung für neue Beschaffungsprogramme bereitgestellt. Es sollte nicht vergessen werden, dass die Feuerwehren in ihrem Ehrenamt Staatsaufgaben wahrnehmen und nach dem Feuerwehrgesetz die Gemeinden verpflichtet sind, eine Feuerwehr aufzustellen. Nur mit hauptamtlichen Kräften würden die finanziellen Belastungen der Gemeinden um ein Vielfaches höher sein.

Dr. Knödler nahm dann Ehrungen vor: Für seine Verdienste als Zugführer des ABC-Zuges im Katastrophenschutz, als Kreisausbilder im Strahlenschutz und als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr ABC-Zug Stadt, wurde Norbert Liebe mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Als Leiter der Abteilung Technik für die Freiwillige- und Berufsfeuerwehr Karlsruhe, sowie für seine langjährige Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes, erhielt BOAR Günter Bechtold ebenfalls das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurde StD Bernd Wiechmann ausgezeichnet. Er ist seit 1977 Leiter der Berufsfeuerwehr Karlsruhe und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe. StD Wiechmann hat sich in seiner 24-jährigen Dienstzeit als Feuerwehrkommandant in Karlsruhe regionale, überregionale und internationale Verdienste erworben.

Gerhard Kaltenmaier dankte besonders Dr. Knödler für seine Teilnahme an der Versammlung und die Durchführung der Ehrungen sowie seine Worte über die Verbandsarbeit. Mit dem Dank an die Abteilung Wettersbach für das Ausrichten der Versammlung schloss er die Versammlung.

Franz Josef Ostermann

(Aus Brandhilfe 9/2001)

300 Jahre Waldenserort  Palmbach

 

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